Konzernabschluss
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25. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde zum Bilanzstichtag im In- und Ausland gemäß folgender Aufstellung bilanzielle Vorsorge getroffen:
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen[Tabelle 4.63]
 
Pensionen
Andere
Leistungszusagen

Gesamt
 31.12.200931.12.201031.12.200931.12.201031.12.200931.12.2010
 in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Inland4.8665.63271674.9375.699
Ausland1.1301.1434504631.5801.606
Gesamt5.9966.7755215306.5177.305
Die Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne sowie für andere Leistungszusagen enthielten die folgenden Bestandteile:
Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne[Tabelle 4.64]
 InlandAuslandGesamt
 200920102009201020092010
 in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Laufender Dienstzeitaufwand1081444749155193
Dienstzeitaufwand für frühere Jahre-14-2-2--16-2
Aufzinsung der Versorgungsansprüche611593240257851850
Erwartete Erträge aus Planvermögen-300-305-200-248-500-553
Plankürzungen --2222
Planabgeltungen ---1--1-
Gesamt4054308660491490
Aufwendungen für andere Leistungszusagen[Tabelle 4.65]
 InlandAuslandGesamt
 200920102009201020092010
 in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Laufender Dienstzeitaufwand61118222433
Dienstzeitaufwand für frühere Jahre--1-1-
Aufzinsung der Versorgungsansprüche3847495057
Erwartete Erträge aus Planvermögen---21-26-21-26
Plankürzungen ---12-12
Planabgeltungen ------
Gesamt91944475366
Die Entwicklung der rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungsverpflichtungen stellte sich wie folgt dar:
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Der Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen für Pensionen entfiel mit 5.487 Mio € (Vorjahr: 5.006 Mio €) auf rückstellungsfinanzierte und mit 11.346 Mio € (Vorjahr: 10.104 Mio €) auf fondsfinanzierte Versorgungsverpflichtungen. Der Anwartschaftsbarwert der anderen pensionsähnlichen Leistungszusagen betraf mit 190 Mio € (Vorjahr: 176 Mio €) rückstellungsfinanzierte und mit 676 Mio € (Vorjahr: 645 Mio €) fondsfinanzierte Verpflichtungen.
Die fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen wiesen mit 92 Mio € (Vorjahr: 111 Mio €) eine Überdeckung, mit 1.291 Mio € (Vorjahr: 986 Mio €) eine Unterdeckung auf. Bei den übrigen fondsfinanzierten pensionsähnlichen Verpflichtungen waren die einzelnen Pläne mit 337 Mio € (Vorjahr: 341 Mio €) unterfinanziert. Die rückstellungsfinanzierten pensionsähnlichen Leistungszusagen betrafen vor allem Vor- und Frühruhestandsleistungen in Deutschland.
Der Bayer-Konzern hat für die Mitarbeiter in vielen Ländern fondsfinanzierte Versorgungspläne eingerichtet. Da sich die rechtlichen und steuerlichen Anforderungen sowie die wirtschaftlichen Gegebenheiten zwischen den einzelnen Ländern stark unterscheiden können, hat das Vermögensmanagement individuellen landesspezifischen Grundsätzen zu folgen. Für das Planvermögen werden mithilfe von Risikomanagementsystemen Stress-Szenarien simuliert sowie weitere Risikoanalysen (z. B. Value at Risk) durchgeführt. Des Weiteren sind Risikostreuung, Portfolio-Effizienz und ein angemessenes Chancen-Risiken-Verhältnis (sowohl landesspezifisch als auch im weltweiten Zusammenhang), das insbesondere die Zahlung sämtlicher zukünftiger Versorgungsleistungen gewährleisten soll, relevante Determinanten der verwendeten Anlagestrategien.
Den mit Abstand bedeutendsten Versorgungsplan stellt die Bayer-Pensionskasse VVaG (Bayer-Pensionskasse) dar. Die rechtlich selbstständige Bayer-Pensionskasse ist eine private Versicherungsgesellschaft und unterliegt daher dem Versicherungsaufsichtsgesetz. Bayer garantiert nach deutschem Recht im Rahmen der Subsidiärhaftung die vertraglichen Verpflichtungen aus Pensionszusagen in Deutschland. Für die Bilanzierung nach ifrs wird die Bayer-Pensionskasse als leistungsorientiertes Altersversorgungssystem eingestuft.
Die Kapitalanlagepolitik der Bayer-Pensionskasse richtet sich neben der Einhaltung aufsichtsrechtlicher Rahmenvorgaben an der aus den eingegangenen Verpflichtungen resultierenden Risikostruktur aus. Hierauf basierend hat die Bayer-Pensionskasse vor dem Hintergrund der Kapitalmarktentwicklung ein risikoadäquates strategisches Zielportfolio entwickelt. Der Schwerpunkt dieser Anlagestrategie liegt in erster Linie in einem stringenten Downside-Risikomanagement und weniger in einer absoluten Renditemaximierung. Es ist zu erwarten, dass die so definierte Anlagepolitik in der Lage ist, eine Kapitalverzinsung zu erwirtschaften, welche langfristig die dauerhafte Erfüllung der Verpflichtungen gewährleistet.
Die Versorgungsverpflichtungen der im Geschäftsjahr 2006 erworbenen Bayer Schering Pharma AG, Berlin, werden zu einem erheblichen Teil durch den Schering Altersversorgung Treuhand Verein gedeckt. Auch hier orientiert sich die Anlagestrategie an der Struktur der korrespondierenden Verpflichtungen. Sie gestattet auch den Einsatz von Derivaten. Währungsrisiken werden annähernd vollständig abgesichert.
Für das Planvermögen im Ausland bilden ebenfalls insbesondere die Struktur der Versorgungszusagen und das Risikoprofil die wesentlichen Entscheidungskriterien für die Entwicklung der zugrunde liegenden Anlagestrategie.
Die gewichtete Zusammensetzung des Planvermögens zur Deckung der Pensionsverpflichtungen sowie zur Deckung der anderen Leistungszusagen stellte sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt dar:
Planvermögen zur Deckung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember[Tabelle 4.67]
 InlandAusland
 2009201020092010
 in %in %in %in %
Aktien19,5419,4242,6039,11
Festverzinsliche Wertpapiere59,9759,8246,6148,97
Immobilien und Immobilienfonds9,088,291,431,74
Sonstiges11,4112,479,3610,18
Gesamt100,00100,00100,00100,00
Planvermögen zur Deckung anderer Leistungszusagen zum 31. Dezember[Tabelle 4.68]
 InlandAusland
 2009201020092010
 in %in %in %in %
Aktien--45,2036,60
Festverzinsliche Wertpapiere--35,1840,03
Immobilien und Immobilienfonds----
Sonstiges--19,6223,37
Gesamt--100,00100,00
In dem beizulegenden Zeitwert des inländischen Planvermögens waren von Bayer gemietete Immobilien mit ihren Marktwerten in Höhe von 74 Mio € (Vorjahr: 78 Mio €) sowie über Fonds gehaltene Bayer-Aktien mit einem Marktwert in Höhe von 24 Mio € (Vorjahr: 30 Mio €) enthalten. Unter dem sonstigen Planvermögen sind insbesondere begebene Baudarlehen, sonstige Forderungen, Festgeldguthaben sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen.
Die folgenden gewichteten Parameter wurden zur Bewertung der Versorgungsverpflichtungen zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres sowie zur Bewertung des Versorgungsaufwands im jeweiligen Berichtsjahr zugrunde gelegt:
Parameter Versorgungsverpflichtungen[Tabelle 4.69]
 InlandAuslandGesamt
 200920102009201020092010
 in %in %in %in %in %in %
Leistungszusagen Pensionen      
Abzinsungssatz5,504,905,905,405,605,05
Erwartete Einkommensentwicklung2,503,004,154,252,953,35
Erwartete Rentenentwicklung1,751,753,503,502,252,25
Andere Leistungszusagen      
Abzinsungssatz3,103,106,205,705,955,50
Parameter Versorgungsaufwand[Tabelle 4.70]
 InlandAuslandGesamt
 200920102009201020092010
 in %in %in %in %in %in %
Leistungszusagen Pensionen      
Abzinsungssatz6,005,506,305,906,105,60
Erwartete Einkommensentwicklung3,002,504,004,153,252,95
Erwartete Rentenentwicklung2,001,752,953,502,252,25
Erwarteter Vermögensertrag5,004,607,507,255,855,60
Andere Leistungszusagen      
Abzinsungssatz6,403,106,456,206,455,95
Erwarteter Vermögensertrag--8,257,958,257,95
Der Abzinsungssatz für Leistungszusagen Pensionen im Ausland wurde im Wesentlichen beeinflusst vom Abzinsungssatz in den USA von 5,2 % (Vorjahr: 5,8 %) und in Großbritannien von 5,5 % (Vorjahr: 5,7 %).
Eine Änderung der einzelnen Parameter um 0,5 Prozentpunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen folgende Auswirkungen auf die Versorgungsverpflichtungen zum Ende des laufenden Geschäftsjahres:
Sensitivitäten Versorgungsverpflichtungen[Tabelle 4.71]
 InlandAuslandGesamt
 Zunahme
um 0,5 %-
Punkte
Abnahme
um 0,5 %-
Punkte
Zunahme
um 0,5 %-
Punkte
Abnahme
um 0,5 %-
Punkte
Zunahme
um 0,5 %-
Punkte
Abnahme
um 0,5 %-
Punkte
 in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Leistungszusagen Pensionen      
Änderung des Abzinsungssatzes-787885-299333-1.0861.218
Änderung der erwarteten
Einkommensentwicklung

57

-55

39

-37

96

-92
Änderung der erwarteten
Rentenentwicklung

568

-524

93

-77

661

-601
Andere Leistungszusagen      
Änderung des Abzinsungssatzes-11-4347-4448
Eine Änderung der einzelnen Parameter um 0,5 Prozentpunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen folgende Auswirkungen auf den Versorgungsaufwand des nachfolgenden Jahres:
Sensitivitäten Versorgungsaufwand[Tabelle 4.72]
 InlandAuslandGesamt
 Zunahme
um 0,5 %-
Punkte
Abnahme
um 0,5 %-
Punkte
Zunahme
um 0,5 %-
Punkte
Abnahme
um 0,5 %-
Punkte
Zunahme
um 0,5 %-
Punkte
Abnahme
um 0,5 %-
Punkte
 in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Leistungszusagen Pensionen      
Änderung des Abzinsungssatzes-44-1414-1818
Änderung der erwarteten
Einkommensentwicklung

6

-6

5

-4

11

-10
Änderung der erwarteten
Rentenentwicklung

35

-32

4

-2

39

-34
Änderung des erwarteten
Vermögensertrags

-31

31

-19

19

-50

50
Andere Leistungszusagen      
Änderung des Abzinsungssatzes------
Änderung des erwarteten
Vermögensertrags

-

-

-2

2

-2

2
Wegen ihres Versorgungscharakters werden insbesondere die Verpflichtungen der US-Tochtergesellschaften für die Krankheitskosten der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand ebenfalls unter den pensionsähnlichen Verpflichtungen ausgewiesen. Für die Krankheitskosten wurde dabei eine Kostensteigerungsrate von 9 % (Vorjahr: 10 %) unterstellt, die sich bis zum Jahr 2018 (Vorjahr: 2017) schrittweise auf 5 % (Vorjahr: 5 %) reduziert. Eine Änderung der zugrunde gelegten Kostensteigerungsraten der Krankheitskosten um einen Prozentpunkt hätte folgende Auswirkungen:
Sensitivität Krankheitskosten[Tabelle 4.73]
 Zunahme
um einen
 Prozentpunkt
Abnahme
um einen
 Prozentpunkt
 in Mio €in Mio €
Auswirkungen auf die sonstigen Versorgungsverpflichtungen86-73
Auswirkungen auf den Versorgungsaufwand8-7
Folgende Auszahlungen sind für Arbeitgeberbeiträge bei fondsfinanzierten und rückstellungsfinanzierten Versorgungsplänen im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen getätigt worden bzw. werden für das kommende Jahr erwartet:
Gezahlte und erwartete Arbeitgeberbeiträge[Tabelle 4.74]
 InlandAusland
 2009
2010
2011
erwartet
2009
2010
2011
erwartet
 in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
Leistungszusagen Pensionen303510395141276412
Andere Leistungszusagen47232445919
Gesamt350533419186285431
Die zukünftig zu zahlenden Versorgungsleistungen werden wie folgt geschätzt:
Zukünftige Versorgungsleistungen[Tabelle 4.75]
 InlandAuslandGesamt
 Leistungs-
zusagen
Pensionen
Leistungs-
zusagen
andere
Leistungs-
zusagen
Pensionen
Leistungs-
zusagen
andere
Leistungs-
zusagen
Pensionen
Leistungs-
zusagen
andere
 in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €in Mio €
2011627242384486568
2012640172354587562
201364382384788155
201464962485089756
201565742575291456
2016 - 20203.49981.4682924.967300
Die außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung bzw. Gesamtergebnisrechnung erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in Bezug auf die Versorgungsverpflichtungen und das Planvermögen stellten sich wie folgt dar:
Bitte klicken Sie zum Vergrößern auf die Tabelle
Bei den anderen Leistungszusagen in Deutschland bestanden bislang keine nicht realisierten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste.
Letzte Änderung: 28. Februar 2011

http://www.geschaeftsbericht2010.bayer.de/de/pensionsrueckstellungen.aspx

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