Konzernlagebericht
3.3 MaterialScience
| Kennzahlen MaterialScience | [Tabelle 3.13] |
|---|
| | 2009 | 2010 | Veränderung |
| in Mio € | in Mio € | in % | wpb. in % |
| Umsatzerlöse | 7.520 | 10.154 | 35,0 | 30,1 |
| Umsatzveränderungen | | | | |
| Menge | -12,4 % | 23,8 % | | |
| Preis | -12,3 % | 6,3 % | | |
| Währung | 1,6 % | 4,9 % | | |
| Portfolio | 0,3 % | 0,0 % | | |
| Umsatzerlöse nach Business Units | | | | |
| Polyurethanes | 3.783 | 5.024 | 32,8 | 27,8 |
| Polycarbonates | 1.873 | 2.791 | 49,0 | 42,9 |
| Coatings, Adhesives, Specialties | 1.364 | 1.791 | 31,3 | 27,2 |
| Industrial Operations | 500 | 548 | 9,6 | 7,7 |
| Umsatzerlöse nach Regionen | | | | |
| Europa | 3.054 | 3.950 | 29,3 | |
| Nordamerika | 1.536 | 2.022 | 31,6 | |
| Asien/Pazifik | 1.951 | 2.907 | 49,0 | |
| Lateinamerika/Afrika/Nahost | 979 | 1.275 | 30,2 | |
| EBIT | -266 | 780 | . | |
| Sondereinflüsse | -140 | 0 | | |
| EBIT vor Sondereinflüssen* | -126 | 780 | . | |
| EBITDA* | 341 | 1.356 | . | |
| Sondereinflüsse | -105 | 0 | | |
| EBITDA vor Sondereinflüssen* | 446 | 1.356 | . | |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen* | 5,9 % | 13,4 % | | |
| Brutto-Cashflow** | 319 | 1.058 | . | |
| Netto-Cashflow** | 849 | 763 | -10,1 | |
wpb. = währungs- und portfoliobereinigt
* Zur Definition siehe Kapitel 4.2 „Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen“.
** Zur Definition siehe Kapitel 4.5 „Finanzlage und Investitionen Bayer-Konzern“.
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Die positive Geschäftsentwicklung von MaterialScience im Jahr 2010 war durch die deutliche konjunkturelle Erholung von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Während das Geschäft zu Jahresbeginn noch beeinträchtigt war, erreichten die Umsätze der vergangenen drei Quartale wieder das Vorkrisenniveau. Im Jahr 2010 stieg der Umsatz auf 10.154 Mio € und lag damit um 35,0 % (wpb. +30,1 %) über dem Vorjahreswert von 7.520 Mio €. Dieser erhebliche Zuwachs resultierte aus der signifikant gestiegenen Nachfrage in allen unseren Hauptabnehmerbranchen, die in sämtlichen Business Units und Regionen zu Mengenausweitungen im zweistelligen Prozentbereich führten. Dadurch stiegen die Absatzmengen wieder auf das Vorkrisenniveau. Darüber hinaus erzielten wir im Vergleich zum Vorjahr insgesamt höhere Absatzpreise. Deutliche Preisanhebungen konnten wir in den Regionen Asien/Pazifik, Europa und Lateinamerika/Afrika/Nahost durchsetzen. In Nordamerika lagen die Preise auf dem Vorjahresniveau.
Der Umsatz der Business Unit Polyurethanes erhöhte sich um 32,8 % auf 5.024 Mio € (Vorjahr: 3.783 Mio €). Währungs- und portfoliobereinigt entspricht dies einem Wachstum von 27,8 %. Hierzu trugen vor allem die wesentlich höheren Absatzmengen bei, die wir in allen Produktgruppen – Diphenylmethan-Diisocyanat (MDI), Toluylen-Diisocyanat (TDI) sowie Polyether – und in allen Regionen erreichten. Die höchsten absoluten Steigerungsraten registrierten wir dabei in Europa und Asien/Pazifik. In diesen beiden Regionen haben wir darüber hinaus auch die Verkaufspreise signifikant angehoben. Dadurch konnten wir – bei stagnierenden Preisen in Lateinamerika/Afrika/Nahost und Nordamerika – insgesamt einen positiven Preiseffekt erzielen.
In der Business Unit Polycarbonates stieg der Umsatz um 49,0 % (wb. +42,9 %) auf 2.791 Mio € (Vorjahr: 1.873 Mio €). Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die erfreuliche Geschäftsentwicklung unserer Produktgruppe Granulate mit erheblichen Mengen- und Preissteigerungen in allen Regionen. Auch unsere Produktgruppe Platten/Halbzeuge konnte den Umsatz erhöhen. Dabei profitierten wir von Mengenausweitungen in sämtlichen Regionen, die den Effekt aus insgesamt niedrigeren Preisen überkompensierten.
Die Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties erzielte einen Umsatz von 1.791 Mio € und übertraf damit den Vorjahreswert von 1.364 Mio € um 31,3 % (wb. +27,2 %). Dies war auf die signifikante Zunahme der Absatzmengen in allen Produktgruppen und Regionen zurückzuführen. Dabei wirkte sich der Nachfrageanstieg in Asien/Pazifik und Europa besonders positiv aus. Die niedrigen Verkaufspreise des 1. Quartals konnten wir im Jahresverlauf wieder anheben. Sie erreichten auf Jahresbasis das Niveau von 2009.
Der Umsatz im Bereich Industrial Operations wuchs um 9,6 % (wb. +7,7 %) auf 548 Mio € (Vorjahr: 500 Mio €). In den beiden Hauptabsatzregionen Europa und Nordamerika verzeichneten wir dabei deutliche Mengensteigerungen, die die Preisrückgänge mehr als ausgleichen konnten.
Die deutlich verbesserte Geschäftssituation schlug sich auch im Ergebnis nieder. Das EBIT erhöhte sich auf 780 Mio € (Vorjahr: -266 Mio €). Sonderaufwendungen fielen nicht an (Vorjahr: -140 Mio €). Mit 1.356 Mio € lag das EBITDA vor Sondereinflüssen erheblich über Vorjahr (446 Mio €). Hierzu trugen vor allem die wesentlich größeren Absatzmengen bei. Zudem profitierten wir von den erhöhten Absatzpreisen unserer Produkte, die den Effekt aus gestiegenen Einkaufspreisen auf den Rohstoffmärkten überkompensieren konnten. Ferner wirkten sich Effizienzverbesserungen positiv aus.