Lagebericht
Konzernlagebericht

4.1 Ertragslage Bayer-Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung Bayer-Konzern (Kurzfassung)[Tabelle 3.15]
 20092010Veränderung
 in Mio €in Mio €in %
Umsatzerlöse31.16835.08812,6
Herstellungskosten15.13517.10313,0
Vertriebskosten7.9238.80311,1
Forschungs- und Entwicklungskosten2.7463.05311,2
Allgemeine Verwaltungskosten1.6231.6471,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge-735-1.752.
EBIT (Operatives Ergebnis)3.0062.730-9,2
Finanzergebnis-1.136-1.00911,2
Ergebnis vor Ertragsteuern1.8701.721-8,0
Ertragsteuern-511-411-19,6
Ergebnis nach Steuern1.3591.310-3,6
davon auf andere Gesellschafter entfallend09.
davon auf die Aktionäre der Bayer AG entfallend (Konzernergebnis)1.3591.301-4,3
Der Umsatz des Bayer-Konzerns stieg – insbesondere aufgrund der Erholung des MaterialScience-Geschäfts – gegenüber dem Vorjahr um 12,6 % auf 35.088 Mio € (Vorjahr: 31.168 Mio €). Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte entspricht dies einem Wachstum von 8,0 %.
Die Herstellungskosten stiegen um 13,0 % auf 17.103 Mio €. Ursächlich hierfür waren vor allem die deutlich höheren Herstellungskosten bei MaterialScience, die im Wesentlichen aus den gestiegenen Absatzmengen sowie den im Jahresdurchschnitt höheren Rohstoffpreisen resultierten. Der Anteil der Herstellungskosten am Gesamtumsatz betrug 48,7 % (Vorjahr: 48,6 %). Unsere Vertriebskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11,1 % auf 8.803 Mio € (Vorjahr: 7.923 Mio €). Dies entspricht einem Vertriebskostenanteil von 25,1 % (Vorjahr: 25,4 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Vertriebskosten bei HealthCare zurückzuführen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung haben wir im Jahr 2010 weiter gesteigert. Sie wuchsen um 11,2 % auf 3.053 Mio € (Vorjahr: 2.746 Mio €). Bezogen auf den Umsatz ergibt sich daraus eine Quote von 8,7 % (Vorjahr: 8,8 %). Bei den allgemeinen Verwaltungskosten verzeichneten wir lediglich einen leichten Anstieg von 1,5 % auf 1.647 Mio € (Vorjahr: 1.623 Mio €). Der negative Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 1.752 Mio € resultierte im Wesentlichen aus Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit außerplanmäßigen Abwertungen, Rechtsfällen und Restrukturierungen (siehe dazu auch Kapitel 4.2 „Ermittlung des EBIT(DA) vor Sondereinflüssen“).
Das EBIT des Jahres 2010 betrug 2.730 Mio € (Vorjahr: 3.006 Mio €).
Das Finanzergebnis verbesserte sich um 127 Mio € auf -1.009 Mio € (Vorjahr: -1.136 Mio €). Darin waren u. a. ein verbessertes Zinsergebnis von -499 Mio € (Vorjahr: -548 Mio €), Aufwendungen für die Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen von 372 Mio € (Vorjahr: 436 Mio €), ein Beteiligungsergebnis von -59 Mio € (Vorjahr: -59 Mio €) sowie ein Kursergebnis von -70 Mio € (Vorjahr: -92 Mio €) enthalten. Die Veränderung im Zinsergebnis ist im Wesentlichen auf den Abbau der Finanzverschuldung zurückzuführen. Die Verringerung des Zinsaufwandes im Zusammenhang mit Pensionen und sonstigen Rückstellungen beruht insbesondere auf einem Anstieg der Erträge aus dem Pensionsvermögen, die mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Versorgungszusagen saldiert ausgewiesen werden.
Für das Jahr 2010 haben wir einen Steueraufwand von 411 Mio € (Vorjahr: 511 Mio €) berücksichtigt. Das Ergebnis nach Steuern betrug 1.310 Mio € (Vorjahr: 1.359 Mio €). Der Anteil anderer Gesellschafter am Ergebnis belief sich auf 9 Mio € (Vorjahr: 0 Mio €). Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Bayer ein Konzernergebnis von 1.301 Mio € (Vorjahr: 1.359 Mio €).
Letzte Änderung: 28. Februar 2011

http://www.geschaeftsbericht2010.bayer.de/de/ertragslage-bayer-konzern.aspx

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