Konzernlagebericht
11.4 Umsatz- und Ergebnisprognose
Auf der Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen.
Bayer-Konzern
Der Bayer-Konzern blickt zuversichtlich in das Jahr 2011. In allen Teilkonzernen erwarten wir – eine stetige wirtschaftliche Entwicklung vorausgesetzt – für 2011 Zuwächse bei Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen. Für das Gesamtjahr planen wir auf währungs- und portfoliobereinigter Basis einen Umsatzanstieg von 4 – 6 %. Unter den getroffenen Währungsannahmen, z. B. eines Euro-US-Dollar-Kurses von 1,40 (Durchschnitt 2010: 1,32), entspricht dies einem Konzernumsatz von 35 – 36 Mrd €.
Wir planen, das
EBITDA vor Sondereinflüssen in Richtung 7,5
Mrd € zu steigern. Für das bereinigte Ergebnis je Aktie (Core
EPS; zur Berechnung siehe
Kapitel 4.3) erwarten wir eine Verbesserung um etwa 10 %. Wir rechnen mit Sonderaufwendungen aus laufenden Restrukturierungsprogrammen in der Größenordnung von 0,5
Mrd €.
Für Sachanlageinvestitionen haben wir ein Budget von 1,5 Mrd € vorgesehen und für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 0,3 Mrd €. Die planmäßigen Abschreibungen beziffern wir auf etwa 2,5 Mrd €, davon 1,3 Mrd € auf immaterielle Vermögenswerte. Für Forschung und Entwicklung erwarten wir Aufwendungen auf dem Rekordniveau des Jahres 2010 (3,1 Mrd €).
Unsere Zielsetzung für 2012 können wir bestätigen: Für den Bayer-Konzern gehen wir – bei einem weiterhin positiven wirtschaftlichen Umfeld – nach wie vor von einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzwachstum von ca. 5 % aus. Wir planen für 2012 ein EBITDA vor Sondereinflüssen in der Größenordnung von 8 Mrd € und ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie von etwa 5 €.
HealthCare
Insgesamt plant HealthCare für 2011 ein währungs- und portfoliobereinigtes Umsatzplus im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich und eine leichte Verbesserung des EBITDA vor Sondereinflüssen.
Im Segment Pharma erwarten wir, im Jahr 2011 noch nicht wieder mit dem Markt zu wachsen. Den Umsatz planen wir währungs- und portfoliobereinigt im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu steigern und dabei die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen zu verbessern.
Im Segment Consumer Health rechnen wir mit einem währungs- und portfoliobereinigten Wachstum über dem Markt. Für Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen erwarten wir ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Im Jahr 2012 wollen wir insbesondere bei Pharma durch unsere neuen Produkte an Wachstumsdynamik gewinnen und in beiden HealthCare-Segmenten das EBITDA vor Sondereinflüssen verbessern.
CropScience
Nach einem schwierigen Jahr 2010 gehen wir für das laufende Jahr von besseren Marktbedingungen für CropScience aus und sind somit optimistisch für das Jahr 2011. Bei CropScience erwarten wir in beiden Segmenten, den Umsatz währungs- und portfoliobereinigt zu verbessern und insgesamt zumindest im mittleren einstelligen Prozentbereich zu wachsen. Wir wollen unsere Marktposition bei Environmental Science/BioScience weiter stärken und unsere Position bei Crop Protection mindestens halten. Das EBITDA vor Sondereinflüssen planen wir überproportional zu steigern.
Auch 2012 wollen wir zumindest mit dem Markt wachsen und das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA weiter verbessern.
MaterialScience
Für unser MaterialScience-Geschäft gehen wir von einer weiteren konjunkturellen Erholung aus. Vor diesem Hintergrund planen wir für 2011, den währungs- und portfoliobereinigten Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich und das EBITDA vor Sondereinflüssen im Vergleich dazu überproportional zu steigern.
Im 1. Quartal 2011 erwarten wir gegenüber dem 4. Quartal 2010 währungs- und portfoliobereinigte Umsätze in gleicher Größenordnung. Das EBITDA vor Sondereinflüssen im 1. Quartal 2011 erwarten wir trotz gestiegener Rohstoffkosten über dem des 4. Quartals 2010.
2012 planen wir – ein weiterhin positives Marktumfeld vorausgesetzt – den Umsatz und das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA weiter zu erhöhen.
Bayer AG
Als Obergesellschaft des Konzerns erhält die Bayer AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Durch die Anbindung der großen operativen Tochtergesellschaften in Deutschland über Gewinnabführungsverträge werden deren Ergebnisse direkt bei der Bayer AG vereinnahmt. Die zuvor beschriebene positive Erwartung in Bezug auf die Geschäftsentwicklung im Kon-zern dürfte sich auch auf das Ergebnis der Bayer AG auswirken. Zudem sollte sich das Zinsergebnis aufgrund der gesunkenen Finanzverschuldung weiter verbessern. Wir gehen somit davon aus, auch zukünftig einen Jahresüberschuss zu erzielen, der eine angemessene Dividendenausschüttung zulässt.